• Verleihung Prix Kujulie
    Michael Sele nimmt den Preis vom KUL-Team und der LLB entgegen.  (Stefan Trefzer)

Michael Sele ist «Kujulie»-Gewinner 2016

Am traditionellen KUL-Brunch - dieses Jahr im neuen Schlösslekeller an der Schwefelstrasse - gab es neben kulinarischen Leckerbissen für den Gaumen auch kulturelle Kulinarik. Das Highlight: die Prix-Kujulie-Verleihung.
Vaduz. 

In einem roten Kuvert steckte erder Name des Prix-Kujulie-Gewinners 2016. Unter Trommelwirbel hat ihn Mirjam Kaiser vom KUL-Team verkündet: Michael Sele, Bandleader von «The Beauty of Gemina». Es folgte ein lang anhaltender Applaus – doch erstmal alles von vorne erzählt: Wie jedes Jahr hat das Vaduzer Medienhaus, insbesondere seine Kulturzeitung «KUL», zum bereits traditionellen KUL-Brunch eingeladen. Dieses Mal stand der Brunch im neuen Schlösslekeller an der Schwefelstrasse 14 in Vaduz bereit. Rund 50 Gäste haben sich am Sonntag Vormittag dort eingefunden, um gemeinsam zu frühstücken, sich auszutauschen und als Highlight schliesslich den KUL-Preis-Gewinner zu feiern. Bevor es aber so weit war, gab es noch einen Leckerbissen vom liechtensteinischen Autor und Kolumnisten Benjamin Quaderer. Vorgelesen hat er mit angenehmer Stimme einen Auszug aus seinem Roman «Für immer die Alpen». Für den Brunch wählte er eine tragische Geschichte, die von einer Jugend im Waisenhaus in Schaan handelt. Mit dabei zahlreiche typische Liechtensteiner Charaktere, die neben der Tragik wiederum auch für Aufmunterung sorgten. Gibt es diese Geschichte wirklich? Wie kommt Herr Quaderer auf solche Gedankenspiele? Fragen, die offen blieben, aber die Begeisterung kein bisschen schmälerten.

Fotostrecke: Verleihung Prix Kujulie in Vaduz
Verleihung Prix Kujulie
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«Minor Sun» - zu Deutsch: Sonne in Moll
Zurück zum Trommelwirbel und zur Verkündung des Gewinners Michael Sele: Obwohl er durch sein musikalisches Schaffen in Liechtenstein und der Region ganz abgesehen vom Ausland bestens bekannt ist, wollte es das KUL-Team nicht versäumen, noch ein paar Worte über den Musikerzusagen. Oder wer hätte auf Anhieb gewusst, dass seit der Gründung von «The Beauty of Gemina» vor zwölf Jahren Michael Sele bereits 80 Songs geschrieben hat? Oder dass sein aktuelles Album «Minor Sun» auf Deutsch übersetzt so viel heisst wie: Sonne in Moll? Dieses Album ist übrigens vergangenes Jahr auf Anhieb in die Top 25 der Schweizer Album-Charts eingestiegen. «The Beauty of Gemina» hat - obwohl sich Michael Sele selbst nicht als Reisevogel bezeichnen würde - bis jetzt in 32 Ländern über 200 Konzerte gespielt. Und: In wenigen Tagen steht für Michael Sele als Mastermind seiner Band eine zweiwöchige Südamerika-Tournee an. Alles Fakten, die von Erfolg zeugen. Und Fakten, die schliesslich auch die Kujulie-Jurybestehend aus Vertreter des Vaduzer Medienhauses, des KUL und der Liechtensteinischen Landesbank als Sponsoring-Partner - überzeugt haben.

Es sind auch Fakten, die Michael Sele stolz machen dürfen, ihn aber dennoch einen bescheidenen Musiker sein lassen. «Alles ist möglich» ist sein Motto. Entsprechendes Engagement und Herzblut legt er in sein musikalisches Schaffen. Unter grossem Applaus ist Michael Sele ein mit 1000 Franken dotierter Preis sowie eine Kujulie-Auszeichnung überreicht worden. Ein bisschen gerührt sei er schon, sagte Michael Sele auf der Bühne. Nicht zuletzt auch von der Video-Botschaft seiner Primarschulklasse in Balzers, die er unterrichtet, wenn er nicht gerade mit seiner Band unterwegs ist. «Da arbeitet man seit Jahren, verfolgt seine Ziele und tourt durch aller Herren Länder», sagte der Musiker. Da sei es einem manchmal gar nicht so bewusst, dass dieses Schaffen auch in der Heimat wahrgenommen werde. «Umso grösser ist nun aber die Freude herzlichen Dank!» Mit diesen Worten schloss der Musiker den offiziellen Teil des KUL-Brunches. Und sorgte einmal mehr für einen würdigen Gewinner. (bsf)

20. Mär 2017 / 11:19
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