• s'Bänkle Buach
    Das «Bänklebuch» mit Seiten voller Grüsse, Zeichnungen, lieben wie auch nachdenklichen Worten.  (Daniel Schwendener)

Das Bänklebuch vom Grüschaweg

Es gibt das Steigbuch, das Wandbuch, das Hüttenbuch, das Gipfelbuch – und: das «Bänklebuch» von Alexandra und Markus. Ein Buch mit Liebesgeschichten, Grüssen aus nah und fern und Gedanken über Gott und die Welt.

Wie es zu diesem «Bänklebuch» gekommen ist, das in einem mit regenfestem Deckel versehenen Blechkasten auf dem Grüschaweg zwischen Vaduz und Triesenberg liegt, ist eine wunderschöne Geschichte, die 2015 angefangen hat. Aber nun mal alles von vorne: 
Das Gipfelbuch ist wohl das bekannteste Exemplar, das in den Alpen zu Hause ist. Für Wanderer gehört es definitiv zu einem Highlight ihrer Tour: Sich auf einer dieser Seite zu verewigen. Gerade früher, als es noch keine Smartphones gab, konnte solch ein Eintrag ausserdem lebensrettend sein für Wanderer, die in Bergnot gerieten. Denn für die Bergrettung waren die Informationen über den Weg, die Zeit und das Ziel oftmals bedeutend. Für andere Wanderer sind diese Infos vielmehr unterhaltsam: Wer war schon auf dem Gipfel? Woher stammen die Gäste? Und wie hat es ihnen gefallen? Auch die Namen des Balzner Ehepaars sind in dem einen oder anderen Gipfelbuch zu finden: Alexandra und Markus Büchel. Die beiden verbringen ihre Freizeit gerne in der Natur. Eine ihrer Lieblingsrouten ist der Grüschaweg, der von Vaduz nach Triesenberg führt. Vor allem die Lichtung, die sich Eichholz nennt, bietet einen wunderschönen Blick ins Tal – für Alexandra ein Stückchen Erde, auf dem sie immer wieder gerne Energie tankt. Daher ist zumindest eine kurze Rast dort ein Muss, wenn sie mit ihrem Mann den Grüschaweg entlangläuft. Vor allem während ihrer Studienzeit zum Master für interkulturelle soziale Arbeit war die Lichtung für Alexandra der perfekte Platz, um so richtig abschalten zu können. Um beim Abschalten auch mal zurücklehnen zu können, hat ihr Markus zum Studiumabschluss eine eigens dafür angefertigte Holzbank geschenkt, die heute auf dieser Lichtung steht. Die Freude war bei Alexandra gross und die Überraschung perfekt – nur etwas fehlte: Das «Bänklebuch». Also ein Buch, in welches sich jeder eintragen kann, der an dieser Bank vorbeiläuft, vorbeifährt oder auf ihr pausiert und die Aussicht geniesst. 

Ein Gruss vom Fürsten
«Ich wollte die Sitzbank nicht nur für mich alleine geniessen – ich wollte sie teilen», sagt Alexandra. Und das «Bänklebuch» sollte eben zu einer Rast einladen. Das hat es auch schon viele Naturfreunde während der letzten zwei Jahre. So schrieb ein Spaziergänger: «Das ist die schönste Bank im ganzen Land der Banken.» «Dieses Wunder-Bänkli ist toll», «Vielen Dank für die schöne Sitzgelegenheit», «Was für eine sensationelle Überraschung» oder «Liechtenstein ist so schön» sind nur einige Einträge, die das «Bänkle-
buch» füllen. Könnte es sprechen, hätte es bestimmt viele schöne, heitere und sicherlich auch nachdenkliche Geschichten zu erzählen. Geschichten, die es in verschiedensten Sprachen gehört hat – so haben sich Wanderer aus Amerika, aus Asien, aus Russland, Deutschland und weiteren Ländern weltweit eingetragen. «Und auch Fürst Hans-Adam II. hat sich darin verewigt», erzählt Alexandra stolz. Sie hält das «Bänklebuch» in ihren Händen und blättert es langsam durch. «Zeichnungen, Liebeserklärungen, Gedanken über Gott und die Welt – alle sind sie vereint. In meinem Bänklebuch.» (bfs)

29. Mär 2018 / 07:00
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