• Andy Konrad, Marco Schädler und Poldi Schädler, kurz «Schädler&Konrad&Schädler», präsentieren die Sage «Das Nachtvolk» auf erfrischend neue Art, die skurriler und humorvoller nicht sein könnte.

Das Nachtvolk als Killerbande

«Schädler&Konrad&Schädler» – das sind Marco Schädler, Andy Konrad und Poldi Schädler. Die drei Kabarettisten überraschen mit einer Persiflage auf Liechtensteins altbekannte Sage «Das Nachtvolk».

Die Sage um das Nachtvolk ist schnell zusammengefasst: Immer wenn es dunkel wird, ziehen Geister um die Häuser im Dorf. Es sind so viele, dass ihre Schritte auch tief schlummernde Menschen aus dem Schlaf reissen. Der Zug gleicht einer Prozession. Nur: Wer zuhinterst läuft, wird als Nächstes sterben. Wie auch der Mann, der dem Strassenzug eines nachts zugesehen hat – und sich selbst mit zwei verschiedenen Socken am Ende laufen sehen hat. Und genau diese Geschichte möchten «Schädler&Konrad&Schädler» im April auf der Schlösslekeller-Bühne erzählen. Allerdings in einem abendfüllenden zweistündigen Programm. Und: Auf eine etwas andere Art, wie die Sage bislang immer erzählt wurde. Auf eine ganz andere Art – denn Marco Schädler hat eine Persiflage auf das Nachtvolk geschrieben, eine lustige und sehr skurrile Verspottung der Sage. 

Killerbande zieht um die Häuser
In Marco Schädlers Version sind das Nachtvolk weder Geister noch Dämonen – sein kreiertes Nachtvolk ist eine Killerbande, die in seiner Geschichte 134 Menschen tötet. Von Mord zu Mord bereichert sich die Bande an der Angst, welche die abergläubische Bevölkerung in Schach hält. Zwei Polizisten – einer doofer wie der andere – versuchen, die merkwürdigen Todesfälle aufzuklären. Sie bleiben allerdings erfolglos. Die Konsequenz: Ein Sonderermittler aus Chur muss auf den Platz. Der nimmt Fährte auf, womit die Geschichte eine dramatische Wende nimmt ... Im Sommer vergangenen Jahres hat Marco Schädler begonnen, seine neue Nachtvolk-Geschichte zu schreiben. Gut fünf Monate später hielten Poldi Schädler und Andy Konrad das fertige Manuskript in ihren Händen. Ihre Reaktion auf die etwas andere Geschichte: «Beide waren erst mal sprachlos», erzählt Marco Schädler und kann sich dabei einen Lacher nicht verkneifen. Denn mit «skurril» könnte die Geschichte nicht besser beschrieben werden. Sie lebt von Szenen, die ausufern, in denen die Figuren in ihren Dialogen abschweifen – und sich gegenseitig bizarre Gedankenausflüge liefern. 

Skurril-bizarr, heiter-komisch
Noch gut zwei Wochen bleibt den drei Kabarettisten Zeit, das Nachtvolk à la «Schädler&Konrad&Schädler» einzuüben. Wie Marco Schädler sagt, laufen die Proben aber gut und die Schauspieler sind entsprechend im Zeitplan. Die Regie führt Dominique Müller, der unter anderem auch schon mit Viktor Giaccobo und Mike Müller zusammengearbeitet hat. Am Bühnenbild arbeiten derzeit Eliane Schädler und Adam Vogt, die Produktionsleitung hat Martina Eberle und für die Kostüme ist Kerstin Köck verantwortlich. 
Mit «Nachtvolk» schliessen «Schädler&Konrad&Schädler» ihre eigeninterpretierte Sagen-Trilogie ab. Im 2012 begeisterten sie mit «Wildmandli» auf der Bühne, zwei Jahre später mit den «Drei Schwestern». Was das Trio Neues anpacken wird, ist noch offen. Fest steht aber, dass es den drei Künstlern an Ideen nicht fehlt, ebenso wenig an Talent. Doch erst mal steht der 18. April im Vordergrund, wenn sie die Premiere ihrer einzigartigen Weltaufführung feiern werden. An jenem Mittwochabend, an dem nicht die Geister das Nachtvolk dominieren – sondern vielmehr eine skurrilbizarrre und heiter-komische Killerbande ... (bfs)
 

29. Mär 2018 / 07:00
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