• Kujulie 2008
    Moritz Schädler (rechts) erhält den Prix Kujulie 2008.  (Archiv)

Moritz Schädler erhält Kulturpreis 2008.

Bereits zum dritten Mal wurde gestern im Rahmen des KuL-Brunchs der «Kulturpreis Junges Liechtenstein», kurz «Prix Kujulie», verliehen. Preisträger ist Moritz Schädler, Sänger, Musiker und Kurator der Nachtbar.

Von Janine Köpfli

Junge, talentierte Menschen, die etwas in der liechtensteinischen Kulturszene bewegen, die Freude an Kunst und Kultur vermitteln und die auf sich aufmerksam machen, ohne sich dabei zu wichtig zu nehmen – das sind die Anwärterinnen und Anwärter für den «Kulturpreis Junges Liechtenstein», kurz «Prix Kujulie», der seit drei Jahren jeweils im November vergeben wird. Den mit 1000 Franken dotierten Preis gewann letztes Jahr Oliver Frick, Frontman der Mundartband Rääs aus Balzers und im Jahr davor die Künstlerin Anna Hilti aus Schaan.

Ein «Cantautore»

Zahlreiche Kulturliebhaber – darunter die Landtagsabgeordnete Andrea Matt, der Präsident der Kulturstiftung Liechtenstein, Walter Marxer, und der Leiter der Stabsstelle für Kulturfragen, Tom Büchel – kamen gestern in den Gasometer in Triesen, um sich ein üppiges Frühstück am reichhaltigen Buffet zu gönnen und natürlich, um zu erfahren, wer die Nachfolge der bisherigen Preisträger antreten wird. Die Jury, bestehend aus den KuL-Redaktorinnen, Verlagsleiter Daniel Quaderer und Monica Bortolotti Hug von der Landesbank, musste nicht lange debattieren, um den diesjährigen Gewinner festzulegen. Allen war in den letzten Monaten ein junger Mann ganz besonders aufgefallen. Ob als Kabarettist im Schlösslekeller, als Sänger oder als Kurator der Nachtbar im TaK-Foyer – Moritz Schädler aus Triesenberg schafft es immer wieder, das Publikum mit seinen selbst geschriebenen Texten und seinem Charme auf seine Seite zu bringen, so wie ein «Cantautore».
«Seine Botschaften und sein Wirken nimmt er ernst. Er verbreitet beides aber mit Unaufgeregtheit und Gelassenheit», sagte KuL-Redaktorin Shusha Maier in ihrer Laudatio. Moritz Schädler, auch «Mo» genannt, sei einer, der die Kulturszene belebt, einer der es schafft, das junge mit dem älteren Publikum zu vereinen, ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen. «Er bringt die Jugendkultur Liechtensteins in einen Kontext und auf den Punkt.» Tugenden, die auf jeden Fall preiswürdig sind.

Erfrischende Spontanität

Nach der Preisübergabe gab Moritz Schädler eine Kostprobe seines Improvisationstalents. Er bedankte sich für den «Prix Kujulie» und brachte mit nur wenigen Sätzen, seiner Ehrlichkeit und seinem Witz das Publikum zum Lachen.
«Liechtenstein bietet viele Plattformen für Leute, die nicht so gut sind!», sagte er. Wenn dieser Satz auch für manche in Liechtenstein passen mag, für Moritz Schädler sicher nicht. Denn: Er ist wirklich gut. Wer sonst bringt an einem eiskalten Sonntagmorgen im November rund 50 Menschen dazu, dass sie einen jungen Mann mit Gitarre als Chor begleiten?
Abschliessend bedankte sich Verlagsleiter Daniel Quaderer bei Petra Büchel, Leiterin des Gasometers, und ihrem Team für das herrliche Frühstücksbuffet in angenehmer Atmosphäre. Er lud alle Anwesenden ein, an einer Führung durch die aktuelle Ausstellung von Brigitte Hasler teilzunehmen. Die Künstlerin führte persönlich in ihre Werke ein. Der KuL-Brunch wird als Veranstaltungsreihe weitergeführt, damit auch in Zukunft Kulturinteressierte in ungezwungener Atmosphäre am Sonntagmorgen frühstücken und junge Persönlichkeiten der liechtensteinischen Kulturszene kennenlernen können. Seite 3

05. Sep 2014 / 15:16
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