• Hanni und René Jehle teilen seit Jahrzehnten eine grosse Leidenschaft: das Tanzen.

«Gefühl pur, Leidenschaft»

René und Hanni Jehle gehören zum Tanzclub Liechtenstein wie der Spitzenschuh zur Ballerina. Das regelmässige Tanztraining ist eine grosse Leidenschaft, die sie teilen dürfen. Nicht nur als Tänzer, sondern auch als Clubtrainer.

Wöchentlich trainiert das Ehepaar jeweils dienstags drei Stunden und freitags zwei Stunden. Damit es ihnen an den restlichen Tagen auch ja nicht langweilig wird, geben sie montags, mittwochs und donnerstags noch Unterricht in Standard- und Latin-Tanz, bieten zusätzlich Hochzeitstanzkurse an und lehren die Schritte und Figuren des wichtigsten Tanzes: Disco­fox. «Paartänze boomen», sagt René Jehle. Die Kurse seien ausgebucht. «Nur schade, dass es an Tanzlokalen mangelt», bedauert er. René Jehle erinnert sich an frühere Zeiten, als er seine Frau Hanni ins Soldanella nach Bad Ragaz zum Tanz ausführte. In den Schnecken nach Buchs, ins Malbun oder in die Maschlina-Bar in Triesen.  Bereits mit 18 Jahren haben sie nicht nur ihre Liebe zueinander, sondern auch ihre Begeisterung fürs Tanzen entdeckt. Gerne denkt René Jehle auch an die Anfänge im Tanzclub: «Wir waren noch nicht sehr lange dabei und durften schon in der Achterformation mittanzen.» Das habe sie stolz gemacht – und motiviert, weiterzumachen. Obwohl Aufhören nie zur Debatte stand, im Gegenteil: Neben dem Tanztraining und den Tanzkursen besuchen Hanni und René Jehle jährlich zwei- bis dreimal Weiterbildungskurse. «Das ist sehr wichtig», sagt René Jehle. Schliesslich gebe es laufend neue Figuren. Gerade beim Disco-Fox, der neuerdings auch viele adaptierte Figuren aus dem Salsa habe. «Gerade als Clubtrainer muss man am Ball bleiben.» Wobei es für das Paar eher ein Dürfen als ein Müssen ist. Ihre Leidenschaft haben sie auch ihren beiden erwachsenen Töchtern Tanja und Claudia in die Wiege gelegt. Tanja tanzt seit der vierten Primarschulklasse Rock’n’Roll, Claudia tanzt wie ihre Eltern beim Tanzclub Liechtenstein. Und apropos Töchter: «Wir hatten zwei tolle Grossmütter, die auf die beiden Mädchen aufpassten, als sie noch klein waren, so dass Hanni und ich zum Tanztraining konnten.» 

Nicht immer alles rosarot
So viel Zeit wie Hanni und René gemeinsam mit Tanzen verbringen, kann nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen sein. «Vor allem bei Weiterbildungen kommen wir ab und an heftig ins Diskutieren», erzählt René Jehle. Neue Figuren stellen die beiden immer wieder vor Herausforderungen. Geführt wird stets vom Mann – darauf legt René Jehle wert. «Im Tausendstel einer Sekunde muss der Schritt oder die Drehung vom Kopf im Zeh sein.» Dies halte ihn fit – «tanzen ist Balsam für die physische und psychische Gesundheit.» 
René Jehle setzt sich nicht nur als Clubtrainer für den Tanzclub ein, er arbeitet auch im Vorstand mit. Ausserdem ist René Jehle der Präsident des Liechtensteinischen Tanuzsportverbands, den es seit 1983 gibt. Der Verband gehört zum LOC und vertritt die Interessen der ihm angeschlossenen Clubs. Derzeit sind es vier Clubs, wie René Jehle sagt. Das Tanzen nimmt entsprechend viel Platz im Leben des Ehepaares ein – «weil es eben so riesig Spass macht», sagt René Jehle. Der langsame englische Walzer gehört zu seinem Lieblingstanz unter den Standards – «er bietet mehr Figuren als der Wiener Walzer und ist ein schöner, eleganter Tanz.» Wenn es um den lateinamerikanischen Tanz geht, bevorzugt René Jehle die Rumba: «Das ist Gefühl pur, Leidenschaft.» Und: «Man darf bei diesem Tanz auch ein bisschen mit der Frau spielen», sagt René Jehle verschmitzt. Lässt sich dies seine Hanni gefallen? «Damit habe ich überhaupt kein Problem», sagt sie und lacht. «Rumba zu tanzen ist erotisch, ein Spiel zwischen Anziehung und Abwendung von Mann und Frau.» Zu ihren Lieblingstänzen gehören der ChaCha-Cha, weil er ein aktueller und spritziger Paartanz mit coolen Hüftbewegungen ist. Wenn die beiden vom Tanzen sprechen, strahlen sie um die Wette: «Es gibt kaum etwas Schöneres, um gemeinsam Zeit zu verbringen.» (bfs)
 

22. Feb 2019 / 07:00
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