• Verleihung Prix Kujulie
    Der Preisträger Michael Sele mit Mirjam Kaiser, Bettina Stahl-Frick, Marie Müller und Patrick Flammer (von links).  (Stefan Trefzer)

Michael Sele ist «Kujulie»-Gewinner 2016

Am traditionellenKUL-Brunch–diesesJahrimneuenSchlosslekelleranderSchwefelstrasse–gabes neben kulinarischen Leckerbissen fur den Gaumen auch kulturelle Kulinarik. Das Highlight: die Prix-Kujulie-Verleihung.
In einem roten Kuvert steckte er – der Name des Prix-Kujulie-Gewinners 2016. Unter Trommelwirbel hat ihn Mirjam Kaiser vom KUL-Team verkundet: Michael Sele, Bandleader von «The Beauty of Gemina». Es folgte ein lang anhaltender Applaus – doch erst-mal alles von vorne erzahlt: Wie jedes Jahr hat das Vaduzer Medienhaus, insbesondere seine Kulturzeitung «KUL», zum bereits traditionellen KUL-Brunch eingeladen. Dieses Mal stand der Brunch im neuen Schlosslekeller an der Schwefelstrasse 14 in Vaduz bereit. Rund 50 Gaste haben sich gestern Vormittag dort eingefunden, um gemeinsam zu fruhstucken, sich auszutauschen und als Highlight schliesslich den KUL-Preis-Gewinner zu feiern. Bevor es aber so weit war, gab es noch einen Leckerbissen vom liechtensteinischen Autor und Kolumnisten Benjamin Quaderer. Vorgelesen hat er mit angenehmer Stimme einen Auszug aus seinem Roman «Fur immer die Alpen». Fur den gestrigen Brunch wahlte er eine tragische Geschichte, die von einer Jugend im Waisenhaus in Schaan handelt. Mit dabei zahlreiche typische Liechtensteiner Charaktere, die neben der Tragik wiederum auch fur Aufmunterung sorgten. Gibt es diese Geschichte wirklich? Wie kommt Herr Quaderer auf solche Gedankenspiele? Fragen, die offen blieben, aber die Begeisterung kein bisschen schmalerten. «Minor Sun» – zu Deutsch: Sonne in Moll Zuruck zum Trommelwirbel und zur Verkundung des Gewinners Michael Sele: Obwohl er durch sein musikalisches Schaffen in Liechtenstein und der Region – ganz abgesehen vom Ausland – bestens bekannt ist, wollte es das KUL-Team nicht versaumen, noch ein paar Worte uber den Musiker zu sagen. Oder wer hatte auf Anhieb gewusst, dass seit der Grundung von «The Beauty of Gemina» vor zwolf Jahren Michael Sele bereits 80 Songs geschrieben hat? Oder dass sein aktuelles Album «Minor Sun» auf Deutsch ubersetzt so viel heisst wie: Sonne in Moll? Dieses Album ist ubrigens vergangenes Jahr auf Anhieb in die Top 25 der Schweizer Album- Charts eingestiegen. «The Beauty of Gemina» hat – obwohl sich Michael Sele selbst nicht als Reisevogel bezeichnen wurde – bis jetzt in 32 Landern uber 200 Konzerte gespielt. Und: In wenigen Tagen steht fur Michael Sele als Mastermind seiner Band eine zweiwochige Sudamerika-Tournee an. Alles Fakten, die von Erfolg zeugen. Und Fakten, die schliesslich auch die Kujulie-Jury – bestehend aus Vertreter des Vaduzer Medienhauses, des KUL und der Liechtensteinischen Landesbank als Sponsoring-Partner – uberzeugt haben. Es sind auch Fakten, die Michael Sele stolz machen durfen, ihn aber dennoch einen bescheidenen Musiker sein lassen. «Alles ist moglich» ist sein Motto. Entsprechendes Engagement und Herzblut legt er in sein musikalisches Schaffen. Unter grossem Applaus ist Michael Sele ein mit 1000 Franken dotierter Preis sowie eine Ku- julie-Auszeichnung uberreicht worden. Ein bisschen geruhrt sei er schon, sagte Michael Sele auf der Buhne. Nicht zuletzt auch von der Video-Botschaft seiner Primarschulklasse in Balzers, die er unterrichtet, wenn er nicht gerade mit seiner Band unterwegs ist. «Da arbeitet man seit Jahren, verfolgt seine Ziele und tourt durch aller Herren Lander», sagte der Musiker. Da sei es einem manchmal gar nicht so bewusst, dass dieses Schaffen auch in der Heimat wahrgenommen werde. «Umso grosser ist nun aber die Freude – herzlichen Dank!» Mit diesen Worten schloss der Musiker den offiziellen Teil des KUL-Brunches. Und sorgte einmal mehr fur einen wurdigen Gewinner. (mk/bfs)
27. Mär 2019 / 11:04
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