• KuL-Brunch, Verleihung Prix Kujulie
    Musik ist sein Leben: Roger Szedalik, der Prix-Kujulie-Gewinner 2018.  (Stefan Trefzer)

Vielseitiger Gitarrenvirtuose neuer «Kujulie»-Preisträger 2017

Roger Szedalik heisst der Gewinner des «Prix Kujulie» 2017. Der Musiker, Lehrer und Organisator konnte sich im Finale um den Preis des «Kulturbeweger des Jahres» gegen die Schauspielerin Susanna Hasenbach und Autorin Doris Buchel durchsetzen. Anfang Marz nahm er den Preis des Vaduzer Medienhauses und der LLB in der Kunstschule in Nendeln entgegen.
Seit 2006 wird der mit 1000 Franken dotierte Prix Kujulie im Rahmen des KuL-Brunches an unterschiedlichen Orten verliehen. Dieses Jahr konnte der Musiker Roger Szedalik die siebenkopfige Jury am meisten uberzeugen. Bereits als Teenager zeigte sich bei Szedalik sein musikalisches Talent als vielseitiger Gitarrist. Mit Leichtigkeit spielte er die kompliziertesten Arrangements und begann auch fruh zu impro- visieren. Statt fur die Schule lernte er lieber neue Griffe und Lieder. So grundete er in jungen Jahren seine erste Band, The Great Happiness, mit Kollegen vom Gymnasium, mit denen sie ein paar Jahre einige Auftritte hatten. Doch das war dem umtriebigen Teenager nicht genug. Er schloss sich verschiedensten Musikgruppen wie zum Beispiel der Latin-Jazz Band Mandrillo an, sodass er schon als 20-Jahriger regelmassig auf der Buhne stand. Daneben spielte er mit zahlreichen Jazzmusikern in diversen Ad-hoc-Besetzungen, wie mit dem Trompeter Amik Guerra oder der Sangerin Karin Ospelt. Vom Gymnasium wechselte er dann ans Konservatorium in Feldkirch und fokussierte sich voll und ganz auf die Musik. Dort grundete er mit Kollegen die Band Blue Tribe, mit der sie beim Contest «Beste Band Vorarlbergs» den zweiten Platz erreichten. «Sie mochten dort wohl eher nicht so jazzige Musik», sagt der 31-Jahrige heute dazu. Eine Liebe zu Amerika Unvergessen sind auch seine Auftritte mit Sebastian Frommelt in der Americana-Band The Lamperts, die aus «Baschis» Ka- barettprogramm entstanden ist und dessen Musiker daher auch noch Jahre danach konsequent vorgaben, aus Amerika angereist zu sein. Zur gleichen Zeit entwickelte sich aus den Lamperts- Cousins die Formation Kalif, was so viel bedeutet wie «kamerunisch-liechtensteinische Freundschaft, mit der sie beispielsweise auch schon beim Triesner Fest der Kulturen auftraten. «Fur diese Band haben wir sogar unsere eigene Fahne», erzahlte Roger Szedalik stolz. Wahrend der Vaduzer fruher bei den meisten Bands nur als Gitarrist mitwirkte, begann er bei den Lamperts auch zu singen. Die Entdeckung dieser neuen Lei- denschaft fuhrte dazu, dass er seine erste eigene Funk-Blues- Rock-Band Szedalik grundete, bei der er als Hauptsanger im Mittelpunkt steht. Jahre nach den Anfangen der Lamperts schien bei ihm das Amerika-Fieber ein wenig hangen geblieben zu sein, als er sei- ne heutige Frau Suzie Candell traf. Er schloss sich nicht nur ihrer Countryband Suzie Candell & The Screwdrivers an, sondern grundete auch ein Duo mit ihr, mit dem er bis heute regelmassig Auftritte hat. In letzter Zeit stand er vermehrt mit seiner neuen Band Cross Connection mit Raimund Tschol auf der Buhne. Doch ist er bis heute immer noch mit Musikern aus seiner Anfangszeit unterwegs. Mit Wave Test, der Folgeband von The Great Happiness, bringt er demnachst eine neue Platte heraus und auch mit Pirmin Schadler, mit dem er schon bei Mandrillo spielte, steht er heute noch regelmassig auf Buhnen. Musikalischer Leiter der Ligita Neben seinen Auftritten als Musiker begann er auch, kleinere Festivals oder Konzerte mitzuorganisieren. 2017 schliesslich ubernahm er gar die musikalische Leitung der renommierten Liechtensteiner Gitarrentage (Ligita), die sich vorwiegend auf klassische Musik fokussieren. Er hat auch schon den Soundtrack fur Sebastian Frommelts Dokufilm «Der Wald» gemacht und ist derzeit dabei, einen weiteren Soundtrack fur eine andere Doku aufzunehmen. Daneben ist er auch regelmassig als Studiomusiker tatig, wie zum Beispiel fur die erfolgreiche Soulsangerin Nneka. Roger tanzt also sowohl musikalisch als auch organisatorisch auf mehreren Hochzeiten. «Ich bin sehr genreoffen», er- zahlte er. So kam er vom Hip- Hop der 90er-Jahre zum Jazz wie auch Blues und Rock der 70er- Jahre. «Ich freue mich jedes Mal, wenn ich auf der Buhne stehen kann. Mir macht es sowieso Spass, egal wie bekannt meine Mitmusiker sind», sagt er. So gibt es in der Region selten eine Formation im Jazz/Funk-Bereich zu sehen, in der der Gitarrist nicht irgendwie beteiligt ist. Vorbild als Musiklehrer Vor wenigen Jahren begann Roger Szedalik auch als Gitarrenlehrer bei der Liechtensteiner Musikschule und vermittelt seitdem seine Spielfreude, seine unglaubliche Motivation und sein Konnen an junge Schuler weiter, dass auch diese den Sprung auf die Buhne wagen. Einige seiner Schuler konnten ihr Konnen beim KuL-Brunch Anfang Marz, an dem jahrlich der Prix Kujulie ubergeben wird, bereits bewei- sen. Denn dort spielte die Schulerband Saranija als Uberraschung fur ihren Lehrer ihren ersten Auftritt. Dieser war begeistert von der Auszeichnung, der Leistung seiner Schuler und bedankte sich augenzwinkernd bei allen Kulturschaffenden mit den Worten: «Das, was wir alle machen, ist ein ‹Way of Life› und kein Schonheitswettbewerb.» (mk)
27. Mär 2019 / 11:28
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